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Maler Bock (1822-1878) war ein Stadtstreicher und Kölner Original Heinrich Peter Bock benannt, der nie malte, aber stets eine Bildermappe mit sich führte. Eigentlich sollte er das Metzgerhandwerk erlernen. Doch Heinrich Peter hatte anderes im Sinn; schon während der Schulzeit hatte er begonnen, für die Kunst zu schwärmen und sein phantasievolles Auftreten rief Ärger in der Schule, aber Heiterkeit bei der Bevölkerung hervor. Als Neunzehnjähriger zog es ihn zu den Dragonern, die in Deutz ihr Quartier hatten. Doch die Preußen, die sonst mit jedem Narren fertig wurden, hatten in ihm ihren Meister gefunden und entfernten ihn so schnell es ging. Den jungen Bock konnte das allerdings nicht verdrießen: zur Erinnerung an sein kurzes Militärgastspiel trug er fortan einen Sporn am Schuh, der ihn als "ehemaligen leichten Kavallerist" auswies. Wieder in bürgerlicher Umgebung wurde er schnell zur stadtbekannten Figur, die ihre Wohnsitze ständig wechselte. War es im Sommer die Promenade oder ein Bogen der Stadtmauer, so zog es ihn, ausgestattet mit einer guten Gesundheit, in der kälteren Jahreszeit zu einem Möbelwagen oder Kohlenkarren oder er bezog "sein Hotel", einen großen eisernen Dampfkessel, am Ufer des Rheins. Bocks gestelzte Sprache sorgte für ständige Heiterkeit insbesondere bei den Marktfrauen, deren "Star" er war. Zu jedem Geburtstag erschien Bock als Gratulant. In der rechten Hand einen selbstgepflückten Blumenstrauß, unter dem linken Arm eine Mappe, angeblich Zeichnungen und Bilder enthaltend. Gesehen hat die Bock'schen Kunstwerke niemand. Doch das war auch nicht so wichtig. (c Kreissparkasse Köln)
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