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| 1920 || Kertz Hrch. || Eigentümer 21-25, Weinwirtschaft; Bür. d. Rechtsanw. Dr. Ant. Lülsdorff u. Dr. Heinz Hegemann; Hegemann Heinz, Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant., Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant. Ww. Rtn. (Schreibwhdlg. v. Corn Schmahl); Schwamborn Jos., Anstr.; Sürth Thomas, Obstgroßhdlg.; Walterscheidt Frau, o.G. || AB Köln 1920
| 1920 || Kertz Hrch. || Eigentümer 21-25, Weinwirtschaft; Bür. d. Rechtsanw. Dr. Ant. Lülsdorff u. Dr. Heinz Hegemann; Hegemann Heinz, Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant., Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant. Ww. Rtn. (Schreibwhdlg. v. Corn Schmahl); Schwamborn Jos., Anstr.; Sürth Thomas, Obstgroßhdlg.; Walterscheidt Frau, o.G. || AB Köln 1920
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| 1931 || || Eigentümer, || AB Köln 1931
| 1931 || Schliephake || Eigentümer, Weißenburgstr. 48; Dresdner Bank in Cöln A.-G., Depos.-Kasse; Germania, Deutsche Oel Co. Steguweit & Co.; techn Öle; (Büro v. Bez.-Dir. Ant. Geylenberg); Hagen L., Bürovorsteh.; Jansen Geschw., o.G.; (Büro v. Rechtsanwalt Herm. Wirthwein) || AB Köln 1931
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Dreiachsige Fassade mit Rokokoportal (1757, vgl. Stadtarchiv, Beleidb., vom 25. Aug. 1757, gebaut für Ratsherrn Leonhard Esser), vollständig erneuert in den alten Formen 1928. Dabei wurden aufgedeckt ein Eckstab mit Profil des 16. u. 17. Jh. und im Erdgeschoß und I. Obergeschoß sehr gute Stuckbalken­ decken v. Anf. des 17. Jh. (ähnlich Wallrafplatz 3, Brauerzunft u. a.), 1928 erneuert und ergänzt.<ref>Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd.7-4, 1930</ref>
Dreiachsige Fassade mit Rokokoportal (1757, vgl. Stadtarchiv, Beleidb., vom 25. Aug. 1757, gebaut für Ratsherrn Leonhard Esser), vollständig erneuert in den alten Formen 1928. Dabei wurden aufgedeckt ein Eckstab mit Profil des 16. u. 17. Jh. und im Erdgeschoß und I. Obergeschoß sehr gute Stuckbalken­ decken v. Anf. des 17. Jh. (ähnlich Wallrafplatz 3, Brauerzunft u. a.), 1928 erneuert und ergänzt.<ref>Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd.7-4, 1930</ref>
====Städtischer Konservator (Denkmalkatalog)====
Info beim städt. Konservator: Errichtet: 1757; Fassadenerneuerung 1928; Wiederaufbau 1950
Architekt: Karl Band (1900-1995) Wiederaufbau nach dem Kriege
Das Wohn- und Geschäftshaus stammt in seinen ältesten Teilen von dem errichteten Haus "Zum goldenen Fuß" das seinerseits weder auf dem Boden mittelalterlicher, letzten Endes römischer Bebauung steht. Aus der Zeit der Gründung Kölns als römische Kolonie sind allerdings nur noch einige Straßenzüge in ihrem Verlauf erhalten geblieben und Substrukturen der mittelalterlichen Kirchen.
Das Erdgeschoß ist zum Heumarkt hin in Werkstein ausgeführt und ist stilistisch eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele einer Barockfassade in Köln. Die Kartuschen über den mit leichten Stichbögen in Werkstein gerahmten Fenster zeigen französischen Einfluß (Aachen-Lütticher Barock) und bleiben mit der runden Hausecke (über alle Geschosse) trotz Kriegseinwirkung erhalten. Zur Pipinstraße ist das Gebäude - wie in den drei Obergeschossen - verputzt. Diese Teile stammen überwiegend aus dem Wiederaufbau des Hauses 1950 durch Karl Band (1900-1995) bzw. aus der Erneuerung der Fassade bereits im Jahr 1928. Die Dachzone mit Spitzgiebel über den Mittelachsen zum Heumakrt wurde mit dem kräftig überstehenden klassischen Gesims nach alten Vorlagen rekonstruiert. Im Innern ist im Erdgeschoß - heute Eckkneipe - eine reich verzierte Kölner Decke erhaltenswert, während in den Hauptgeschossen der Ausbau weitgehend aus dem Wiederaufbau stammt.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das Haus Heumarkt 25 ist bedeutend für die Menschen der Kölner Altstadt, da es eines der wenigen erhaltenen Beispiele der barocken Bebauung des Heumarktes darstellt. Der Heumarkt, einstmals in Verbindung mit dem Alter Markt einer der größten schönsten Plätze Mitteleuropas, besitzt derzeit nur an seiner westlichen Seite eine geschlossene Randbebauung in historischer Lage, während vor allem die östliche Platzwand durch den Bau der Deutzer Brücke aufgerissen wurde. Das o. g. Objekt ist zum Heumarkt hin giebelständig und zeigt mit seinem in Naturschiefer gedeckten Dach die für die Altstadt Kölns typische hochgiebelige Dachkonstruktion, die in der Form der "Kölner Dächer" noch heute die Rheinansicht prägen. Städtebaulich ist dies Eckgebäude von herausragender Bedeutung. Kunstgeschichtlich ist es auch als Überleitung zwischen der weitgehend dem Historismus zugehörigen Kleinstadt und den noch mit Bauten des Barocks und der Renaissace durchmischten Bereich des alten Hafenviertels unverzichtbar.
Referenz: 4705


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Aktuelle Version vom 7. Mai 2026, 22:10 Uhr

Geschäftshäuser Pipinstraße 9 und Heumarkt 25, Köln-9081
Wohn- und Geschäftshaus „Zum Goldenen Fuß“ Heumarkt 25-9962

1757 "Zum goldenen Fuß"
1928 und 1950 erneuert
Eckhaus zur Pipinstraße, 4 Geschosse, 1 Giebelgeschoß

Doppelhaus 21-25

Eigentümer und Bewohner

Jahr Name Beruf Quelle
1797 Franc. Wohnimland Collecteur AB Köln 1797
1799 Franz Wohnimland Krämer; Anna Brecherin, Ehefrau; Ursula Wohnimland, Tochter; Adelheid Wohnimland, Tochter Bevölkerung 1799 Kanton Köln
1822 Wohnimland, Franz Eigentümer, AB Köln 1822
1835 Wohnimland Geschw. Eigentümer, AB Köln 1835
1841 Kramer AB Köln 1841
1850 Cremer Spezereihändler; Falkenberg, Buchhalter AB Köln 1850
1854 Kramer Eigentümer, 2; Cremer, Spezereihändler; Falkenberg, Buchhalter AB Köln 1854
1859 Kramer Eigentümer, 2; Cremer, Spezereih. AB Köln 1859
1862 Cramer Eigentümer, 2; Beermann, Kaufm.; Cremer, Spezereihdl. AB Köln 1862
1888 Großgart Eigentümer, Metzger; Schmidt, Tagl.; Voelk, Modistin; Voelk, Versicherungsbetr, AB Köln 1888
1898 Neubauten AB Köln 1898
1901 Eigentümer, AB Köln 1901
1905 Eigentümer, AB Köln 1905
1913 Weismantel Wilh., Ww. Eigentümer, Rentner; Kertz Hrch., Weinrest.; (Büro d. Rechtsanw. Dr. Ant. Lülsdorff u. Arth van de Sandt.); Möskes Max, Rentn.; Obst- u. Gemüse-Import-Ges.m.b.H.; Stephani J., Geschäftsf.; Weismantel W., Bankbtr. AB Köln 1913
1920 Kertz Hrch. Eigentümer 21-25, Weinwirtschaft; Bür. d. Rechtsanw. Dr. Ant. Lülsdorff u. Dr. Heinz Hegemann; Hegemann Heinz, Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant., Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant. Ww. Rtn. (Schreibwhdlg. v. Corn Schmahl); Schwamborn Jos., Anstr.; Sürth Thomas, Obstgroßhdlg.; Walterscheidt Frau, o.G. AB Köln 1920
1931 Schliephake Eigentümer, Weißenburgstr. 48; Dresdner Bank in Cöln A.-G., Depos.-Kasse; Germania, Deutsche Oel Co. Steguweit & Co.; techn Öle; (Büro v. Bez.-Dir. Ant. Geylenberg); Hagen L., Bürovorsteh.; Jansen Geschw., o.G.; (Büro v. Rechtsanwalt Herm. Wirthwein) AB Köln 1931

Infos und Quellen

Heumarkt 25 (Ecke Wahlgasse, z. goldenen Fuß): Vogts: Stadtanz. 354, 15. Juli 1928. — Phot, beim städt. Konservator.

Dreiachsige Fassade mit Rokokoportal (1757, vgl. Stadtarchiv, Beleidb., vom 25. Aug. 1757, gebaut für Ratsherrn Leonhard Esser), vollständig erneuert in den alten Formen 1928. Dabei wurden aufgedeckt ein Eckstab mit Profil des 16. u. 17. Jh. und im Erdgeschoß und I. Obergeschoß sehr gute Stuckbalken­ decken v. Anf. des 17. Jh. (ähnlich Wallrafplatz 3, Brauerzunft u. a.), 1928 erneuert und ergänzt.[1]

Städtischer Konservator (Denkmalkatalog)

Info beim städt. Konservator: Errichtet: 1757; Fassadenerneuerung 1928; Wiederaufbau 1950

Architekt: Karl Band (1900-1995) Wiederaufbau nach dem Kriege

Das Wohn- und Geschäftshaus stammt in seinen ältesten Teilen von dem errichteten Haus "Zum goldenen Fuß" das seinerseits weder auf dem Boden mittelalterlicher, letzten Endes römischer Bebauung steht. Aus der Zeit der Gründung Kölns als römische Kolonie sind allerdings nur noch einige Straßenzüge in ihrem Verlauf erhalten geblieben und Substrukturen der mittelalterlichen Kirchen.

Das Erdgeschoß ist zum Heumarkt hin in Werkstein ausgeführt und ist stilistisch eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele einer Barockfassade in Köln. Die Kartuschen über den mit leichten Stichbögen in Werkstein gerahmten Fenster zeigen französischen Einfluß (Aachen-Lütticher Barock) und bleiben mit der runden Hausecke (über alle Geschosse) trotz Kriegseinwirkung erhalten. Zur Pipinstraße ist das Gebäude - wie in den drei Obergeschossen - verputzt. Diese Teile stammen überwiegend aus dem Wiederaufbau des Hauses 1950 durch Karl Band (1900-1995) bzw. aus der Erneuerung der Fassade bereits im Jahr 1928. Die Dachzone mit Spitzgiebel über den Mittelachsen zum Heumakrt wurde mit dem kräftig überstehenden klassischen Gesims nach alten Vorlagen rekonstruiert. Im Innern ist im Erdgeschoß - heute Eckkneipe - eine reich verzierte Kölner Decke erhaltenswert, während in den Hauptgeschossen der Ausbau weitgehend aus dem Wiederaufbau stammt.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus Heumarkt 25 ist bedeutend für die Menschen der Kölner Altstadt, da es eines der wenigen erhaltenen Beispiele der barocken Bebauung des Heumarktes darstellt. Der Heumarkt, einstmals in Verbindung mit dem Alter Markt einer der größten schönsten Plätze Mitteleuropas, besitzt derzeit nur an seiner westlichen Seite eine geschlossene Randbebauung in historischer Lage, während vor allem die östliche Platzwand durch den Bau der Deutzer Brücke aufgerissen wurde. Das o. g. Objekt ist zum Heumarkt hin giebelständig und zeigt mit seinem in Naturschiefer gedeckten Dach die für die Altstadt Kölns typische hochgiebelige Dachkonstruktion, die in der Form der "Kölner Dächer" noch heute die Rheinansicht prägen. Städtebaulich ist dies Eckgebäude von herausragender Bedeutung. Kunstgeschichtlich ist es auch als Überleitung zwischen der weitgehend dem Historismus zugehörigen Kleinstadt und den noch mit Bauten des Barocks und der Renaissace durchmischten Bereich des alten Hafenviertels unverzichtbar.

Referenz: 4705

  1. Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd.7-4, 1930