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Dreiachsige Fassade mit Rokokoportal (1757, vgl. Stadtarchiv, Beleidb., vom 25. Aug. 1757, gebaut für Ratsherrn Leonhard Esser), vollständig erneuert in den alten Formen 1928. Dabei wurden aufgedeckt ein Eckstab mit Profil des 16. u. 17. Jh. und im Erdgeschoß und I. Obergeschoß sehr gute Stuckbalken decken v. Anf. des 17. Jh. (ähnlich Wallrafplatz 3, Brauerzunft u. a.), 1928 erneuert und ergänzt.<ref>Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd.7-4, 1930</ref> | Dreiachsige Fassade mit Rokokoportal (1757, vgl. Stadtarchiv, Beleidb., vom 25. Aug. 1757, gebaut für Ratsherrn Leonhard Esser), vollständig erneuert in den alten Formen 1928. Dabei wurden aufgedeckt ein Eckstab mit Profil des 16. u. 17. Jh. und im Erdgeschoß und I. Obergeschoß sehr gute Stuckbalken decken v. Anf. des 17. Jh. (ähnlich Wallrafplatz 3, Brauerzunft u. a.), 1928 erneuert und ergänzt.<ref>Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd.7-4, 1930</ref> | ||
====Städtischer Konservator (Denkmalkatalog)=== | ====Städtischer Konservator (Denkmalkatalog)==== | ||
Info beim städt. Konservator: Errichtet: 1757; Fassadenerneuerung 1928; Wiederaufbau 1950 | Info beim städt. Konservator: Errichtet: 1757; Fassadenerneuerung 1928; Wiederaufbau 1950 | ||
Version vom 6. Mai 2026, 21:11 Uhr


1757 "Zum goldenen Fuß"
1928 und 1950 erneuert
Eckhaus zur Pipinstraße, 4 Geschosse, 1 Giebelgeschoß
Doppelhaus 21-25
Eigentümer und Bewohner
| Jahr | Name | Beruf | Quelle |
|---|---|---|---|
| 1797 | Franc. Wohnimland | Collecteur | AB Köln 1797 |
| 1799 | Franz Wohnimland | Krämer; Anna Brecherin, Ehefrau; Ursula Wohnimland, Tochter; Adelheid Wohnimland, Tochter | Bevölkerung 1799 Kanton Köln |
| 1822 | Wohnimland, Franz | Eigentümer, | AB Köln 1822 |
| 1835 | Wohnimland Geschw. | Eigentümer, | AB Köln 1835 |
| 1841 | Kramer | AB Köln 1841 | |
| 1850 | Cremer | Spezereihändler; Falkenberg, Buchhalter | AB Köln 1850 |
| 1854 | Kramer | Eigentümer, 2; Cremer, Spezereihändler; Falkenberg, Buchhalter | AB Köln 1854 |
| 1859 | Kramer | Eigentümer, 2; Cremer, Spezereih. | AB Köln 1859 |
| 1862 | Cramer | Eigentümer, 2; Beermann, Kaufm.; Cremer, Spezereihdl. | AB Köln 1862 |
| 1888 | Großgart | Eigentümer, Metzger; Schmidt, Tagl.; Voelk, Modistin; Voelk, Versicherungsbetr, | AB Köln 1888 |
| 1898 | Neubauten | AB Köln 1898 | |
| 1901 | Eigentümer, | AB Köln 1901 | |
| 1905 | Eigentümer, | AB Köln 1905 | |
| 1913 | Weismantel Wilh., Ww. | Eigentümer, Rentner; Kertz Hrch., Weinrest.; (Büro d. Rechtsanw. Dr. Ant. Lülsdorff u. Arth van de Sandt.); Möskes Max, Rentn.; Obst- u. Gemüse-Import-Ges.m.b.H.; Stephani J., Geschäftsf.; Weismantel W., Bankbtr. | AB Köln 1913 |
| 1920 | Kertz Hrch. | Eigentümer 21-25, Weinwirtschaft; Bür. d. Rechtsanw. Dr. Ant. Lülsdorff u. Dr. Heinz Hegemann; Hegemann Heinz, Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant., Dr., Rechtsanwalt; Lülsdorff Ant. Ww. Rtn. (Schreibwhdlg. v. Corn Schmahl); Schwamborn Jos., Anstr.; Sürth Thomas, Obstgroßhdlg.; Walterscheidt Frau, o.G. | AB Köln 1920 |
| 1931 | Eigentümer, | AB Köln 1931 |
Infos und Quellen
Heumarkt 25 (Ecke Wahlgasse, z. goldenen Fuß): Vogts: Stadtanz. 354, 15. Juli 1928. — Phot, beim städt. Konservator.
Dreiachsige Fassade mit Rokokoportal (1757, vgl. Stadtarchiv, Beleidb., vom 25. Aug. 1757, gebaut für Ratsherrn Leonhard Esser), vollständig erneuert in den alten Formen 1928. Dabei wurden aufgedeckt ein Eckstab mit Profil des 16. u. 17. Jh. und im Erdgeschoß und I. Obergeschoß sehr gute Stuckbalken decken v. Anf. des 17. Jh. (ähnlich Wallrafplatz 3, Brauerzunft u. a.), 1928 erneuert und ergänzt.[1]
Städtischer Konservator (Denkmalkatalog)
Info beim städt. Konservator: Errichtet: 1757; Fassadenerneuerung 1928; Wiederaufbau 1950
Architekt: Karl Band (1900-1995) Wiederaufbau nach dem Kriege
Das Wohn- und Geschäftshaus stammt in seinen ältesten Teilen von dem errichteten Haus "Zum goldenen Fuß" das seinerseits weder auf dem Boden mittelalterlicher, letzten Endes römischer Bebauung steht. Aus der Zeit der Gründung Kölns als römische Kolonie sind allerdings nur noch einige Straßenzüge in ihrem Verlauf erhalten geblieben und Substrukturen der mittelalterlichen Kirchen.
Das Erdgeschoß ist zum Heumarkt hin in Werkstein ausgeführt und ist stilistisch eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele einer Barockfassade in Köln. Die Kartuschen über den mit leichten Stichbögen in Werkstein gerahmten Fenster zeigen französischen Einfluß (Aachen-Lütticher Barock) und bleiben mit der runden Hausecke (über alle Geschosse) trotz Kriegseinwirkung erhalten. Zur Pipinstraße ist das Gebäude - wie in den drei Obergeschossen - verputzt. Diese Teile stammen überwiegend aus dem Wiederaufbau des Hauses 1950 durch Karl Band (1900-1995) bzw. aus der Erneuerung der Fassade bereits im Jahr 1928. Die Dachzone mit Spitzgiebel über den Mittelachsen zum Heumakrt wurde mit dem kräftig überstehenden klassischen Gesims nach alten Vorlagen rekonstruiert. Im Innern ist im Erdgeschoß - heute Eckkneipe - eine reich verzierte Kölner Decke erhaltenswert, während in den Hauptgeschossen der Ausbau weitgehend aus dem Wiederaufbau stammt.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das Haus Heumarkt 25 ist bedeutend für die Menschen der Kölner Altstadt, da es eines der wenigen erhaltenen Beispiele der barocken Bebauung des Heumarktes darstellt. Der Heumarkt, einstmals in Verbindung mit dem Alter Markt einer der größten schönsten Plätze Mitteleuropas, besitzt derzeit nur an seiner westlichen Seite eine geschlossene Randbebauung in historischer Lage, während vor allem die östliche Platzwand durch den Bau der Deutzer Brücke aufgerissen wurde. Das o. g. Objekt ist zum Heumarkt hin giebelständig und zeigt mit seinem in Naturschiefer gedeckten Dach die für die Altstadt Kölns typische hochgiebelige Dachkonstruktion, die in der Form der "Kölner Dächer" noch heute die Rheinansicht prägen. Städtebaulich ist dies Eckgebäude von herausragender Bedeutung. Kunstgeschichtlich ist es auch als Überleitung zwischen der weitgehend dem Historismus zugehörigen Kleinstadt und den noch mit Bauten des Barocks und der Renaissace durchmischten Bereich des alten Hafenviertels unverzichtbar.
Referenz: 4705
- ↑ Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd.7-4, 1930
