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Altes Köln

St. Andreas

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St. Andreas
Pfarrkirche St. Andreas
Kirche St. Andreas, J.P. Weyer, ca. 1840

Die Basilika St. Andreas ist eine der zwölf großen romanischen Kirchen in Köln. Sie befindet sich im Stadtteil Altstadt-Nord und ist wenige Gehminuten vom Dom entfernt in der Komödienstraße. Die Straße "Andreaskloster" führt um die Basilika herum.

St. Andreas - Lageplan OpenStreetMap

Eckdaten zu St. Andreas

Patrozinium St. Andreas
Orden/Stift Kollegiatstift
Gründung 953/965
Aufhebung 1802

Geschichte

Im frühen Mittelalter wurde ein Vorgängerbau der heutigen Basilika St. Andreas in kurzer Entfernung zum Nordtor der Stadtmauer außerhalb der Römerstadt errichtet. Der Name dieses Vorgängerbaus lautete "St. Matthäus in fossa" (im Graben) und deutet somit auf die Lage am Stadtgraben hin, der die römische Stadtmauer umgab.

Erzbischof Bruno von Köln gründete hier gegen Ende des 10. Jahrhunderts ein Chorherrenstift und lies eine frühromanische Kirche erbauen. Diese Kirche weihte er im Jahre 974 dem Apostel Andreas und allen Aposteln Christi. Die Kirche besaß eine Krypta von der noch Teile in der Krypta der heutigen Kirche zu sehen sind. Auch durch Ausgrabungen wurde eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert an dieser Stelle bestätigt.

Die heute noch bestehende spätromanische Kirche entstand im späten 12. Jahrhundert und wurde bis ca. 1240 fertiggestellt. Sie wurde als dreischiffige Pfeilerbasilika (mit höherem Mittelschiff als die Seitenschiffe), mit vorgelegtem Westwerk, Vierungsturm und Langchor errichtet. Vor dem Westbau der Kirche lagen der Kreuzgang und die Gebäude für die Stiftsherren. Um 1300 wurden der Kirche gotische Kapellenbauten und Seitenschiffe hinzugefügt. Im frühen 15. Jahrhundert wurde der alte romanische Chorbau durch einen Chor im gotischen Stil ersetzt. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Kirche immer wieder renoviert und ihre Ausstattung erneuert und erweitert.

1802 wurde das Stift im Zuge der Säkularisierung aufgehoben.

St. Andreas hat als einzige der 12 romanischen Kirchen den 2. Weltkrieg mit vergleichsweise nur geringen Schäden überstanden. Auch die wertvollen mittelalterlichen Wandmalereien in den Kapellen der Seitenschiffe waren wie durch ein Wunder erhalten geblieben. Nachdem die Kriegsschäden am Inneren der Kirche bis 1947 weitgehend behoben worden waren, erfolgte in den 1950er Jahren die Außenrestaurierung. Zu dieser Zeit entstand auch eine Grabkapelle für den Theologen, Kirchenlehrer und Naturwissenschaftler Albertus Magnus, dessen Gebeine seit dem 25. November 1954 dort in einem römischen Sarkophag ruhen. 1956 war der Wiederaufbau von St. Andreas abgeschlossen.

Seit 1. Januar 2010 ist St. Andreas keine Pfarrkirche mehr, sondern ist Filialkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Aposteln.

Kirchenbücher

ab 1610

Pfarrgemeinde

Die Dominikanerkirche gehört heute zur Pfarrgemeinde St. Aposteln.

Webseite St. Andreas

Kreuterkarte

Die Kirche St. Andreas ist zu finden in der Kreuterkarte K 337-104 - S. Maria Ablass

Topographische_Sammlung_von_Franz_Kreuter/Kreuterkarten

Schreinsbezirk

IX Niederich

Priester

  • Boecker, Wilhelm Heinrich + Köln 21.12.1846 Sterbeurkunde
  • Welter von, Ignaz Felix, Kanonikus im ehemaligen Stift St. Andreas, * Köln 1775, + Köln, Schildergasse 101, 30.04.1843 Sterbeurkunde

Literatur

  • St. Andreas. In: Paul Clemen (Hg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Bd. 6, IV. Abt., Düsseldorf 1916, S. 20-93
  • F.E. Frhr. von Mering/L. Reischert: Die Bischöfe und Erzbischöfe von Köln nach ihrer Reihenfolge, nebst Geschichte des Ursprunges, des Fortganges und Verfalles der Kirchen und Klöster der Stadt Köln, mit besonderer Bezugnahme auf die Kirchen und Klöster der Erzdiözese.; Köln, 1844 - Band 1, S. 67-102: Die Pfarrkirche zum heil. Andreas

Weblinks

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